Schlagfertigkeit mit der richtigen Technik

Schlagfertigkeit ist gefragter denn je! Dieser Leitsatz kennzeichnete die Ausführungen von Sven Sander am vergangenen Dienstag im Forum der Sparkasse Stade-Altes Land.
Der große Zuspruch - die Veranstaltung war mit 240 Teilnehmern restlos ausgebucht - bestätigt die Aktualität des Themas. Denn: Ob beruflich, privat oder einfach auf der Straße, die Verbalattacken häufen sich. Fein raus ist derjenige, der spontan kontern kann.
„Schlagfertigkeit ist erlernbar”, weiß Schlagfertigkeits-, Motiva-tions- und Rhetoriktrainer Sven Sander. „Um den korrekten Konter auf eine verbale Situation zu setzen, gibt es wirkungsvolle Standardantworten oder einfache Tricks, die den Angreifer ins Leere laufen lassen. Die Körpersprache ist dabei ebenso wichtig wie aktives Zuhören und Fragen”, sagt Sander.
Durch simple 'offene' Frage-stellungen, wie zum Beispiel „Was genau zu verstehen Sie unter...? Oder
„Worauf konkret wollen Sie hinaus...?”, könne man die Fäden in der Hand behalten oder zurückgewinnen. Allein mit der Antwort: „Sie scheinen mich missverstanden zu haben!”, lässt sich aus einem vermeintlichen Angriff zu einem Konter überleiten.
Für Situationen, mit denen man immer wieder konfrontiert wird, lassen sich Standardantworten entwickeln. Eine Technik ist zum Beispiel die unerwartete Zustimmung. Sie eignet sich gut für persönliche Angriffe und hilft zu vermeiden, in die Rechtfertigungsschiene zu kommen. Etwa: „Ach, schon wieder zu spät...?” Antwort: „Ja, dafür bleibe ich heute auch länger.” Oder man reagiert mit einer Gegenfrage: „Was verstehen Sie unter zu spät?” Auf keinen Fall sollte die Antwort lauten: „Der Bus war zu spät.” Sander: „Das glaubt sowieso keiner. Wenn Antworten dann noch mit einer gewissen Witzfertigkeit gepaart sind, lassen sich viele Gesprächssituationen leicht meistern.