Verbale Grenzen setzen |
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Kommunikationstrainer gibt Seminare zum erlernen von Schlagfertigkeit |
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Von Heike Lemke Bad Bederkesa. „Daran wer-den Sie sich gewöhnen müs-sen“. Sechs einfache Worte mit großer Wirkung. Gesagt zur richtigen Zeit am richti-gen Ort, können Sie den Umgang mit scharfzüngigen Zeitgenossen unter Umstän-den ein wenig angenehmer machen. Wer kennt das nicht? Wäh-rend des nettenGesprächs mit einem Kollegen über den letzen Urlaub hört man plötzlich die Worte: „Sie haben aber ganz schön zugenommen...“ Peinliche Stille, der Kollege lächelt, im Kopf plötzlich ein luftleerer Raum. Während man noch daran denkt, dass das Gegenüber
Sven Sander
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eigentlich auch seit langem keine Waage mehr gesehen hat, hört man
sich verschämt antworten: „Ach, die spanische Küche hat ganz schön in
sich..“ Der Kollege fühlt sich bestätigt, man selber streicht gedanklich
bereits das Mittagessen und fühlt sich, abgesehen vom Hunger, auch
noch schlecht.
Dass diese Situation auch anders hätte ausgehen können, zeigt Motivations- und Managementtrainer Sven Sander in Bad Bederkesa den Teilnehmern seines Seminars „Schlag-fertigkeit, die Königs-disziplin der Kommu-nikation“. „Daran werden sie sich gewöhnen müs-sen“, wäre hier seiner Meinung nach nur eine von unzähligen Antworten gewesen, mit der der Angreifer ausgeschaltet worden wäre. Im Seminar vermittelt Sander Tech-niken, auf die es ankommt, wenn es darum geht, Gegnern im beruflichen und privaten Alltag gegen-überzutreten und verbale Grenzen zu setzen. Ähnlich wie bei Grammatik-regeln, die im Detail nicht mehr bewusst bekannt sind, aber dennoch richtig an-gewendet werden, gibt es Regeln |
für die Schlagfertigkeit, die sich bei vielen im Unterbewusstsein
ver-bergen und mit ein wenig Nachhilfe ans Licht gebracht werden können.
Fest verankerte Gedanken „Darf ich das überhaupt sagen? Ist das nicht zu frech?“ sind Bedenken, die dank gut gemeinter Erziehung in vielen Köpfen verankert sind. Im Unter-bewusstsein stecken Sätze wie „Das darfst du nicht“, „Das sagt man nicht“ oder „Das kannst du nicht“ fest. Allein diese Gedanken sind dafür verantwortlich, dass so manchen in ent-sprechenden Situationen nicht die passende Antwort über die Lippen kommt. Frank Michaelis, Ge-schäftsführer eines Zeit-arbeitsunternehmens, ver-spricht sich viel durch die Teilnahme am Seminar. „Meine Leute kommen vom Bau und sprechen mit mir genauso wie mit den Kollegen auf der Baustelle. Wenn ich darauf nicht vorbereitet bin und damit entsprechend umgehen kann, fragen die sich: Was haben wir für einen Chef?“ |
Schlagfertige Wortwechs-eln beruhten vor allem auf der Fähigkeit,
blitzschnell zu reagieren, die richtige Wort-wahl zu treffen, ohne den
Gegner dabei zu bewerten, verrät Sander. „Nur wenn Sie die Werte und
Normen des Angreifers über-nehmen, sind sie an-greifbar.“ Er empfiehlt
seinen Zuhörern, sich eine ausbaufähige Auswahl an Standardantworten
zurecht-zulegen, um souverän auf kritische Situationen rea-gieren zu können. Auch die Körpersprache ist ein Spiegel des Unter-bewusstseins, erfahren die Teilnehmer. Einen selbst-bewussten Auftritt macht Sander an drei Parametern fest: gerade stehen, laut sprechen und einen stabilen Blick besitzen. Neben der Körpersprache ist aber auch die Grundhaltung für den souveränen Auftritt |
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